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Behind The Scenes

Ein magisches Film-Motiv sei Sulzburgs St. Cyriak, sagen die Filmstudenten der Hochschule Offenburg, die unter der Regie von Louis Leininger am Werk sind.

Freiburgs Allerheiligstes ist auch eine Option gewesen, aber vor dem Münster machte Sulzburgs Kirche das Rennen und wurde Drehort für einen Film. "St. Cyriak ist etwas Besonderes, es hat eine spezielle Energie", sagt Louis Leininger. Der 24-Jährige hat mit anderen Filmstudenten der Hochschule Offenburg in der Kirche am Abschlusswerk gearbeitet.

Das Team dreht einen Spielfilm, der um die 25 Minuten lang und zunächst auf Festivals gezeigt werden soll, deutschlandweit und möglichst auch international. Zudem wollen Leininger und seine Kollegen versuchen, den Film bei öffentlich-rechtlichen Sendern wie Arte, ARD und ZDF unterzubringen. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die sich und ihren Mut beim Erwachsenwerden etwas verloren hat "in diesen unruhigen Zeiten", erklärte Louis Leininger. Die Szene in St. Cyriak wird eine der letzten in dem dramatischen Film sein.

Bachelor-Arbeit für Regie, Kamera und Ton

Nach Sulzburg kam die Crew, die sich viele Kirchen angesehen hatte, wegen der Location. Leininger stammt aus dem kleinen Wiesental, wohnt in Freiburg und kannte St. Cyriak. Mit Kamerafrau Zoe Niemann ging er vor zwei Monaten noch einmal hin – "und wir waren verliebt". Sulzburgs Kulturamtsleiterin Hanna Jegge bot Unterstützung an, Pfarrerin Eva Böhme machte ein günstiges Angebot, und so wurde eine der ältesten Kirchen Deutschlands eine Nacht lang zur Kulisse.

An dem Film arbeiten mindestens 17 Studierende, für drei davon ist es die Bachelor-Arbeit: Zoe Niemann macht den Abschluss mit der Kamera, Simon Kurz mit dem Sound und Louis Leininger mit Regie und Drehbuch. Wie die meisten anderen studiert der 24-Jährige "Medien, Gestaltung und Produktion" und absolviert gerade das neunte Semester.

Geschichte einer Generation in Krisenzeiten

Seit eineinhalb Jahren ist er an seiner Abschlussarbeit dran, und seine Geschichte böte Stoff für eineinhalb Stunden, da sind 25 Minuten nicht viel. "Das ist eine der Herausforderungen", meinte Louis Leininger. Die Geschichte dreht sich auch um seine Generation, um Zeiten mit Krisen, die es schwierig machen, Fuß zu fassen, und in denen man auf sich allein gestellt ist, erklärte er.

Der verknappten Zeit begegnet das Filmteam mit abstraktem Erzählen, mit der Suche nach Symbolen, um die innere Reise nach außen zu tragen. Die Hauptfigur der Frau steht für die Generation, Dreharbeiten in den Dolomiten für das Überwinden ihres "Berges" und die Bilder aus St. Cyriak dafür, wie sie sich ihren Dämonen stellt – eine Szene, wie gemalt, zeitlos und unwirklich, erzählte Louis Leininger vom Dreh: "Diese Kirche hat extrem dazu beigetragen."

Die Hauptrolle spielt Annalisa Weyel, die über einige Jahre in der Fernsehserie "Schloss Einstein" auftrat, an ihrer Seite spielt Paulina Muzzulini die Rolle des Kindes. Die Dreharbeiten in der Region hat das Offenburger-Hochschulteam abgeschlossen, in ein paar Tagen geht der Dreh in Südtirol weiter. Im Januar soll der Film fertig sein.

(Badische Zeitung)

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